Region Szekszárd

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Mit dem Weinbau und Weinerzeugung haben zuerst die Kelten angefangen, etwa im III. Jahrhundert. Erst während der römischen Herrschaft hat sich diese Kunst voll entfaltet. Sie haben sich mit dem Weinbau auf einem höheren Niveau beschäftigt und Kaiser "Probus" hat verschiedene Rotweinsorten angebaut. In der Römerzeit hieß die Stadt Alisca. Mit dem Zerfall des Römischen Reiches ist auch die bis damals blühende Weintrauben und Weinkultur in Verfall geraten.


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Die Ungaren haben das Weinbaugebiet zum fürstlichen Stammesquartier gemacht, damit war die Zukunft des berühmten Weinbaugebietes wieder gesichert. Das erste schriftliche Dokument ist die Gründungsurkunde des Königs Béla I aus dem Jahr 1061. Im XIII. Jahrhundert verfügte das Weinbaugebiet wieder über eine blühende Weinkultur. Als Beweis dient die Urkunde der "Abtei von Szekszárd" aus dem Jahr 1267.

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Die vor den Türken Zuflucht suchenden Raizen haben die Kadarkagerten und die südslawische Rotweinkultur hierhergebracht.Später sind deutsche Ansiedler hinzugekommen. In der Mitte des XVIII. Jahrhunderts war die Gärung auf Traubenhaut und die Weinlagerung im Keller verbreitet. Der Wein war Handelsmittel geworden. Die Düngung war bekannt und immer mehr Reben wurden angepfählt. Damit erreichte man hohe Ernteerträge von guter Qualität. Man hat eine Gartenschere benutzt, die als Beweis des modernen Weinbaus diente.

Schriftliche Dokumente beweisen, daß einige Weinsorten die Versorgungsmittel der britischen Armee waren.Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist ein großer Teil der Traubenanlagen des Weinbaugebietes der Phylloxeranot verfallen. Große Teile der Weingüter wurden in Großbetriebform neu angepflanzt.

Das Weinbaugebiet beträgt 1.965 ha und liegt zwischen Siógárd-Leányvár und Báta.

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Das Klima ist ausgeglichen, die Sommer sind warm, die Winter sind mild und der Frost verursacht keine Schäden. Der Boden besteht vor allem aus Löß- und Lehmboden (diluvialer Sand). Er ist arm an Kalk, deswegen ist der Säuregehalt der Weine niedriger. Allerdings verfügen diese Weine über einen höheren Alkoholgehalt.

Die häufigsten Rotweinsorten der Region sind:

Blaufränkisch, Kadarka, Merlot, Pinot noir, Zweigelt, Zenit, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon.

Die häufigsten Weißweinsorten sind:

Chardonnay, Welsch- und Rheinriesling, Graumönch, Sauvignon Blanc, Grüner Veltliner und Tramini.

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Auf dem östlich der Szekszárder Hügellandschaft gelegenen schmalen Streifen, im Gebiet Szekszárd, Őcsény, Decs erstreckt sich auf 2700 Hektar das Weingebiet von Szekszárd. In den davor genannten beiden Gebieten dominieren die großen, körperreichen Rotweine, im Gebiet Decs wiederum ist die Weißweinherstellung verbreitet.

Dieses Weingebiet ähnelt in vielem dem von Villány, trotzdem finden wir Unterschiede, die sind z. B. der Boden, die geografischen Gegebenheiten, die Rebsorten, die Traditionen, die andersartige Weine hervorbringen.

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Das Klima ist angenehm, die Winter sind milde, selten gibt es Frost. Es ist ein Lößboden und von den Naturkatastrophen ist das Gebiet nur durch das hinabströmende Wasser bedroht. Zum Schutz davor trifft man hier oft auf terassenförmige Weinberge. Das besondere Aroma der hiesigen Rebsorten ist aus dem Wein herauszuschmecken. Gleichwohl war die Entwicklung hier nicht so sichtbar und schnell, wie die des Nachbargebietes. Die Gründe dafür kann man nur vermuten, einige halten es für einen bedeutenten Faktor, dass sich die Stadt in den sechziger Jahren in Richtung der Weinberge ausgebreitet hat.

Stierblut

Der traditionelle, jedoch schwer anzubauende Kadarka war auch Hauptelement des Szekszárder Bikavér (Szekszárder Stierblut). Dem ungarischen Weingesetz zufolge ist Szekszárd die einzige Stadt, die neben Eger den Namen Bikavér (Stierblut) tragen darf. Der Gebrauch des Namens ist schon deshalb berechtigt, weil die Benennung Stierblut erstmals in Szekszárd angewendet wurde und erst später in Eger.

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Daneben wurde durch die Großproduktion der Ruf der Bezeichnung .Stierblut. auch in Mitleidenschaft gezogen. Zum Glück hat sich die Lage inzwischen gebessert. Bei diesem farbigen, feurigen, samtigen, aus drei bis vier Rotweinen zusammengesetzten Wein spielt der Blaufränkische die Hauptrolle. Heutzutage versucht man den Bikavér wieder auf dem Kadarka aufzubauen.

Sehenswürdigkeiten

Die Siedlungen an den Weinstraßen mit vielen, vielen Weinkellern und einer Reihe von feinen Traubensäften locken die Touristen an, außerdem gibt es wunderschöne Weinhäuser, Heimatmuseen, Keramik- und Honigkuchenwerkstätten, Weinbrunnen, die Statue von Franz Liszt usw. und von der Natur erschaffene Sehenswürdigkeiten.

Die guten Jahrgänge des Szekszárder Weinbaugebietes

ausgezeichnet: 1993, 1997, 1999, 2000, 2002, 2003

gut: 1995, 1996, 1998

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